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Thüringer Delegation bei TINAA: Wissenstransfer für die Zukunft des Holzbaus

Eine Delegation aus Thüringen, darunter Vertreter der Fachhochschule Erfurt sowie des Thüringer Kompetenzzentrums für Holz, Ressourcenmanagement und Nachhaltigkeit (HRN), besuchte vom 16.-18. März das Timber Innovation Network Alpe Adria (TINAA) in Österreich. Ziel war es, innovative Ansätze im Holzbau zu diskutieren, Best-Practice-Beispiele kennenzulernen und wissenschaftliche Synergien für Thüringen zu identifizieren.

Kernpunkte des Austauschs
* Serielle Vorfertigung: Schnellere Bauzeiten durch industrielle Produktion von Holzelementen.
* Nachhaltige Bauweisen: Ressourcenschonende und kreislauforientierte Holzbauprojekte.
* Kooperationen mit Unternehmen: Netzwerken mit innovativen Akteuren der Holzbranche.

Besichtigte Projekte und Unternehmen
Die Delegation besuchte herausragende Holzbauprojekte entlang der gesamten Wertschöpfungskette in Wien, Osttirol und Kärnten:
* Wien: Vis-a-Vis und Leopoldsquartier (PORR Group/Weissenseer), Gleis 21 (partizipativer Wohnbau).
* Kärnten: KVH-Werk Ruhdorfer und Weissenseer Holz-System-Bau GmbH.
* Osttirol: Holzbau Unterrainer mit innovativer Radiusholz-Technologie (SawBox).

Impulse für das Thüringer Kompetenzzentrum HRN
Die Exkursion zeigte eindrucksvoll, welches Potenzial moderne Holzbauverfahren bieten. Besonders die serielle Vorfertigung und nachhaltige Holzbaustrategien werden für Thüringen neue Wege eröffnen.

Stimmen aus der Delegation:
Erik Findeisen (Fachhochschule Erfurt): „Der Austausch mit Experten aus Österreich hat uns wertvolle Anregungen für den Holzbau gegeben. Besonders die serielle Vorfertigung bietet spannende Möglichkeiten für Thüringen.“ Sascha Lummitsch (Thüringer Kompetenzzentrum für Holz): „Regionale Wertschöpfung, smarte Lösungen und nachhaltiges Bauen – das verbindet uns über Grenzen hinweg.“

Fazit & Ausblick
Die Reise nach Österreich war für das Thüringer Kompetenzzentrum HRN ein bedeutender Schritt in der Vernetzung mit internationalen Partnern. Der Austausch hat gezeigt, dass Innovation und Nachhaltigkeit im Holzbau entscheidende Faktoren für die Zukunft sind und der Schulungsbedarf in allen Generationen und Fachdisziplinen enorm hoch ist. Nun gilt es, die gewonnenen Erkenntnisse in die Strategie des Instituts HRN zu implementieren, um die regionale Holzbaukompetenz weiter auszubauen und zukunftsweisende Projekte zu initiieren.